Schlaraffia
Castrum Bonnense (193)
 

Veränderungen im Reych

Corona hält uns weiterhin fest im Griff. An Präsenzveranstaltungen ist nicht zu denken, die Zoom-Treffen werden in unserem Reych nicht so goutiert wie in einigen anderen Reychen. Aber immerhin: Etliche von uns haben sich zumindest am Bildschirm einmal wiedersehen können, darüber war die Freude groß.

Ja, natürlich haben wir nunmehr über zwei Jahrungen keine Wahlen der Wahlwürden oder des profanen Vorstands gehabt. Der ASR hat jedoch die Lage differenziert betrachtet und die Möglichkeit eingeräumt, bis zur nächsten, real stattfindenden Sippung die Wahlämbter bei den bisherigen Ambtsträgern zu belassen. Das Reych hat sich für diese Variante stark gemacht.

Nachdem nun der J vor Wochen sein Ambt niederlegte, entschloss sich der OR, Rt Quästor - zunächst bis zur nächsten Wahlschlaraffiade - mit der Wahrnehmung der Aufgaben des J zu betrauen.

Nun erklärte am 26.04. a.U. 162 bisherige OI seinen Austritt aus Schlaraffia. Auch hier erscheint kein Handlungsbedarf bis zur nächsten Wahlschlaraffiade, die Geschäfte des OI werden z. Zt. vom OK wahrgenommen.

Wir wollen uns am 30.04. nocheinmal zu einem Zoom-Treffen vor den Bildschirmen versammeln, für die Sommerung ist dann ein virtuelles Treffen an jedem 3. Freitag des Mondes vorgesehen (wie bislang unsere Sommerkrystallinen). Sollten wir uns während der Sommerung real treffen dürfen, wird das umgehend verbreitet werden.

 

...und Freitag wieder...

Wir laden ein zu unserem wöchentlichen Zoom-Treffen zum 19. im Hornung a.U. 162. Eilet herbei, wir freuen uns auf Euch. Unser ErbW Rt Fürst Drey wird den Abend moderieren, ein Leckerbissen!

 

...lange ist's her ...

dass an dieser Stelle Neues berichtet werden konnte. Mittlerweile dürfte es sicher sein, dass unser Reych in dieser Winterung nicht mehr sippen kann. Und so ist es denn auch beschlossen worden. Das ist sicherlich eine traurige Nachricht, aber unter den derzeitigen Umständen wäre alles andere eine Gefahr für jeden Einzelnen von uns.

Im nachstehenden Beitrag unseres 1. Archivars, des Rt Drey, wird berichtet, dass es im Castrum Bonnense ein Video-Treffen gegeben habe. Ja, und das hat sich - wie nun mal im Rheinland üblich - zu einer Tradition gemausert. Wir trafen uns häufig am Freitagabend und fanden viel Gefallen daran. Und so soll das "Freitags-Zoom-Treffen" zu einer Dauereinrichung werden.

Dank der vom Burgknappen des Rt Forcula zur Verfügung gestellten Technik werden wir uns am Freitag ab Gl 7.30 d. A. unter einem Link einloggen  und fröhlich miteinander kommunizieren können. Diesen Link findet Ihr unter und dort unter . Wir bitten um Verständnis, dass wir diesen Link nicht offen publizieren können.

So - und jetzt bis Freitag mit donnergewaltigem Lulu!

Panta-los

 

Mit Abstand - aber doch beieinander

Erstes Video-Treffen im Castrum Bonnense - Rt Drey resümiert

Liebe Freunde,

es war eine nette, gut gelaunte, technisch hoch versierte Runde, die sich da nicht ganz zufällig, bildlich sichtbar, sprachlich hörbar, mit Klick aus der Entfernung nur ganz leicht berührbar, ab 18.00 Uhr traf. Zur Begrüßung ein Gläschen Sekt (Anm. d. Red.: das jeder vor dem Bildschirm stehen hatte). Den Uli aus Frankfurt haben wir vermisst; Stress im Home Office? Den Hans-Dieter aus Koblenz haben wir immer sehen und am Schluss sogar noch hören können. Unsere Gedanken und gute Wünsche für ihn und seine Burgfrau sind permanent im Raum. Sein Weinkeller ist offen für immer willkommene Freunde aus Bonn. Giso hat gesungen, Michael hat gesungen und gezupft, Mischa hat vom Handy aus gelächelt.

Der Chemiker Klaus aus Bornheim hat immer wieder versucht, die Physik des Internets zu überlisten, manchmal mit einer Blume, manchmal mit Daten aus seiner letzten Steuererklärung; für Momente sahen wir ihn, winkten ihm zu und gaben ihm per Handzeichen zu verstehen, dass IT und Bornheim noch kein Paar sind.

Ja, unser weiser Oberschlaraffenrat besteht aus neun sehr wichtigen und imposanten Personen, alle sehr männlich, vier von ihnen waren gesprächig in unserer Zoom-Runde und der eine von ihnen, immer noch mit etwas krächzenden Kehllauten, bewegte elegant und geschmeidig seine beiden Hüften, nun kann er wieder Laufen, Uhu und Korona sei es gedankt, dass wir das noch miterleben dürfen. In ferner Erinnerung bleiben die Augenblicke, in denen er nur noch auf einem bunten Teppich schwebend einreiten konnte.

Jeder in der Runde kam zu Wort, hörte sich und sah sich dabei selbst in die Augen. So kamen dabei lustige 4-Zeiler heraus und einer versprach uns sogar, seine eigene, mit hochwertigem Bilderrahmen zusammengehaltene Familienbilderchronik schritt- und kopfweise mit den Zoom-Köpfen zu ersetzen; welch wunderbare Idee!

Und in der Runde sahen wir im Halbschatten, mit loderndem, weißen Haar, johnsongleich, einen Geschichtenerzähler sitzen, der uns Halbverdursteten etwas über alte römische Wasserleitungen im Bonner Umfeld erzählte. Da wurde es endlich Zeit, nochmals die Gläser zu erheben und auf die von unserem bildwandelfähigen Lothar halb singend aufgelisteten Geburtstagskinder der letzten kontaktarmen Wochen die bekannte 3. Strophe zu singen. Kaum einer kannte noch den Text; hatten wir zunächst den Eindruck. Bis wir merkten, dass ein Chorgesang in der Zoom-Schaltung sicherlich aus Gründen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung technisch noch gesperrt ist.

Reinhard (Erinnert Ihr Euch noch an seine letzte Einladung, ihn auf Kreta zu besuchen?) liebt immer noch die Griechen. Wir sahen es ihm an und schlossen es aus seinen Worten, dass ihm Kreta fehlt und auch er Korona nicht mag. Und kurz danach verließ uns aus terminlichen Gründen unser hochgeschätzter Joachim aus Sinzig. Er, der Lehrer, hat unsere Runde sicherlich ganz amüsiert gefunden; ich meine, wir könnten und sollten von ihm lernen; auch er unterstützt die Idee digitaler Krystallinen, solange uns noch Bindungen auferlegt sind. Und wer kam mit einer Stunde verspätet in die Runde? Unser Trutz! Für einen Vierzeiler war keine Zeit mehr, dafür ein richtig guter Zweizeiler, logisch aufgebaut, flüssig vorgetragen.

Lothar, Du hast viele gute Ideen vorgetragen und wesentlich dazu beigetragen, dass unsere erste Zoom-Runde zu einem schönen, netten Treffen und Wiedersehen wurde. Diese Ideen liegen nun auch dem OR vor, den wir alle bitten, daraus etwas zu machen.

Gute Grüße, haltet Euch fit!

Euer Drey, Archivar C.B.

Und rt Lang the Lot hat etwas daraus gemacht: Er hat uns dankenswerterweise eine Anleitung gefechst, nach der wir und – alle?! – am nächsten Video-Treffen zuschalten können - hervorragend moderiert von unserem 1. Archivar, dem unvergleichlichen Rt Drey.

Uhuhertzlichen Dank an beide – und hier geht's zur Anleitung >>>

Eine (mal wieder) gelungene JukNaSi

Gerade noch bevor alles im C-Chaos versank, hat UHU dem Castrum Bonnense eine ganz außergewöhnliche JuKnaSi beschert. Wer hätte gedacht, dass man sich Bonns großem Sohn, ES Florestan, auf so originelle Weise nähern kann. Eine bunte Folge charakteristischer Szenen beleuchtete sein Wesen und seine Kunst. Das wurde zusammengehalten durch den sprichwörtlichen roten Faden - hier tatsächlich aus einem alten Koffer hervorgeholt mit angebrachten Erinnerungsstücken aus seinem Leben. Von frühester Kindheit wurde sein Werdegang in acht immer neuen Szenen vorgeführt und das so gekonnt, dass man überhaupt nicht in Versuchungkam, sich zu langweilen , weil schon wieder dem allgegenwärtigen Jubilar gehuldigt wurde. Die Junkertafel durch erst kürzlich erfolgten vierfachen Ritterschlag entvölkert, nahm die Hilfe der Jungritter gerne in Anspruch – man kannte sich ja lange genug von der gemeinsamen Zeit unter der Aufsicht des Gestrengen. Der war übrigens, wenn es um besonders gewichtige Personen ging, ebenfalls mit von der Partie.

 

 

2 neue Junker im Castrum Bonnense

Nach Vortragen ihrer Junkerarbeiten, deren Themata unser J initiiert hatte, erfolgte das strenge Junkerexamen, in dem der stv. Schulrat Rt Wider den Kandidaten keine Fehler durchgehen ließ. Hatten die Kn 293 und 294 schon mit ihren Junkerarbeiten geglänzt, die sich mit je einem unserer bedeutenden Weiland-Ritter befassten und erstaunlich tief in deren schlaraffischen und profanen Leben eindrangen, so blieben sie in der Prüfung keine Antwort schuldig. Auch die etwas hinterhältigen Fragen des Throns konnten sie schnell auflösen.

In einer feyerlichen Ceremonie richtete der Fungierende Oberschlaraffe eine Anrede an die vor dem Thron Knieenden und ernannte dann den ehemaligen Kn 293 zum Jk Rüdiger und den ehemaligen Kn 293 zum Jk Joachim. Er gab ihnen den guten Rat mit, das Knien noch ein wenig zu üben, denn bei einem eventuell folgenden Ritterschlag dauere die Knie-Phase erheblich länger!

Der J, Rt Minneholz bekleidete sie sodann mit Junkerhelm und händigte ihnen ihre Waffen aus. Nach ihren Dankesreden kehrten die frisch ernannten Junker unter Höllenlärm an ihre Plätze an der Junkertafel zurück.

Das Reych jubelte hemmungslos.

 

UHU meint es gut mit uns

Im Reych Castrum Bonnense fand am 25. im Lethemond a.U. 160 ein gar bedeutender Ritterschlag statt. Nachem gerade zween Sassen in unserem Reych sesshaft geworden waren, schenkte uns UHU am heutigen UHU-Tag wiederum seine Gunst. Die Jk Trutz und Arno, gestählt aus den Prüfungen der Vorwoche hervorgegangen, wurden in gar feyerliche Ceremonie zu Rittern geschlagen. Aus vielen Reychen eilten Saaen herbei, um bei diesem denkwürdigen Ereignis Zeugen zu sein.

Neben den Sassen aus dem Mutterreych Colonia Agrippina, dem Tochterreych Sugambria, den Reychen Hannovera, Zu den Gyssen, Porta Arduaenne, Elberfeldensis, Crefeldensis, Castellum Novaesium und An der Sieg war auch das Reych Porta Tyroliae vertreten.

Der fungierende Oberschlaraffe würdigte den bisherigen außergewöhnlichen Einsatz beider Junker für das Reych und deren Freundschaft zu den Sassen, beide hätten, so führte er aus, Schlaraffia verstanden und seien bereit, Schlaraffia zu leben.

Jk Trutz wird nun als Rt Contrasto der strahlende Schatten seine Wege durch das Uhuversum ziehen, Jk Arno wird gleiches als Rt Aerophon der tierische Tröter tun.

Der Jubel wollte kein Ende nehmen, nur J Rt Minneholz war ein wenig betrübt, so tapfere Sassen von seiner Junkertafel entlassen zu müssen. Dafür dankten ihm aber die Jungritter für seine liebevoll-strenge Erziehung mit launigen Worten.

Neue Sassen im Castrum Bonnense

Unter großen Jubel fand in der ersten Sippung der neuen Winterung die Einkleidung zwen neuer Sassen statt, die in unserem Reych seßhaft wurden. Beide hatten sich in ihren Reychen fahrend gemeldet und sich in unseren Gemarkungen angesiedelt. Rt Don Pipetto (vormals 367) und Rt Lang the Lot(h) (vormals 120) zog es an den Rhein und letztendlich in das Florestanreych.

Geleitet von beachtlichen Fähnlein aus ihren bisherigen Reychen, von wackeren Recken aus vielen Reychen und in würdiger Form wurden dann aus Rot-Schwarz-Gelb und aus Rot-Weiß das Blau-Weiß des Castrum Bonnense. Die Sassen unseres Reyches wussten beide Ritter freundschaftlcih aufzunehmen und ihren Verlust zu kompensieren. Besonders schwer waren die Verluste für Rt Lang the Lot(h), der nicht nur sein bisheriges Reych verlor, sondern auch endgültig sein "H" verlor. Nunmehr wird er als Rt Lang the Lot durchs Uhuversum wandern.

Castrum Bonnense jubelt hemmungslos!

Eine besondere Ahallafeyer

In der letzten Winterung hat Oho unser Reych verschont. Das war eine Gelegenheit für die Junkertafel eine ganz besondere Ahallafeyer zu gestalten. In unserem Ahallabuch ist Rt Demosthenes verzeichnet, der in Auschwitz ermordet wurde. Doch weder ein Bild noch genaue Daten waren vorhanden. Die Junkertafel konnte aber durch die Mithilfe der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus den genauen Lebenslauf und ein Bild beschaffen. Das Wappen des Ritters wurde von Jk Trutz neu gefertigt.

Rt Demosthenes, profan Hans Wollstein, wurde 1895 in Elberfeld geboren. Er wurde a.U. 63 (1922) als Kn. 47 aufgenommen und a.U. 65 zum Ritter geschlagen. Er war in den Jahrungen 67- 74 (1926-1933) Oberschlaraffe der Kunst und zuletzt des Innern.

Als hoch angesehener Rechtsanwalt in Bonn verband ihn eine innige Freundschaft mit dem bekannten Bonner Mathematik-Professor Felix Hausdorff. Er nahm sich mit seiner Frau und seiner Schwägerin das Leben, um der Ermordung zu entgehen.

Tief bewegend ist sein letzter Brief an Rt Demosthenes, der ihn vergeblich von diesem Weg abbringen wollte. Nicht nur dieser Brief, vorgetragen von Jk Arno und dem Kn 293 sondern auch der profane Lebenslauf von Rt Demosthenes, den die Knappen 292 und 293 nachzeichneten, waren erschütternd. Das Gedicht von Anette von Droste-Hülshoff „Die Unbesungenen“ trug Kn 294 vor. Rt Azur spielte auf dem Clavizmbel die Elegie von Rachmaninoff und Jk Trutz die Mondscheinsonate unseres ES Florestan.

Zum Abschluss folgte das Gedicht von Bertolt Brecht „An die Nachgeborenen“ vorgetragen von den Knappen 292, 293 und 294.

Besonders feierlich wurde von Rt Panta-los der Ehrenritt zum Ahallaschrein celebriert, wo das Bild dieses aufrechten Ritters für alle Zeiten aufbewahrt wird.

 

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