Schlaraffia
Castrum Bonnense (193)
 

UHU meint es gut mit uns

Im Reych Castrum Bonnense fand am 25. im Lethemond a.U. 160 ein gar bedeutender Ritterschlag statt. Nachem gerade zween Sassen in unserem Reych sesshaft geworden waren, schenkte uns UHU am heutigen UHU-Tag wiederum seine Gunst. Die Jk Trutz und Arno, gestählt aus den Prüfungen der Vorwoche hervorgegangen, wurden in gar feyerliche Ceremonie zu Rittern geschlagen. Aus vielen Reychen eilten Saaen herbei, um bei diesem denkwürdigen Ereignis Zeugen zu sein.

Neben den Sassen aus dem Mutterreych Colonia Agrippina, dem Tochterreych Sugambria, den Reychen Hannovera, Zu den Gyssen, Porta Arduaenne, Elberfeldensis, Crefeldensis, Castellum Novaesium und An der Sieg war auch das Reych Porta Tyroliae vertreten.

Der fungierende Oberschlaraffe würdigte den bisherigen außergewöhnlichen Einsatz beider Junker für das Reych und deren Freundschaft zu den Sassen, beide hätten, so führte er aus, Schlaraffia verstanden und seien bereit, Schlaraffia zu leben.

Jk Trutz wird nun als Rt Contrasto der strahlende Schatten seine Wege durch das Uhuversum ziehen, Jk Arno wird gleiches als Rt Aerophon der tierische Tröter tun.

Der Jubel wollte kein Ende nehmen, nur J Rt Minneholz war ein wenig betrübt, so tapfere Sassen von seiner Junkertafel entlassen zu müssen. Dafür dankten ihm aber die Jungritter für seine liebevoll-strenge Erziehung mit launigen Worten.

Neue Sassen im Castrum Bonnense

Unter großen Jubel fand in der ersten Sippung der neuen Winterung die Einkleidung zwen neuer Sassen statt, die in unserem Reych seßhaft wurden. Beide hatten sich in ihren Reychen fahrend gemeldet und sich in unseren Gemarkungen angesiedelt. Rt Don Pipetto (vormals 367) und Rt Lang the Lot(h) (vormals 120) zog es an den Rhein und letztendlich in das Florestanreych.

Geleitet von beachtlichen Fähnlein aus ihren bisherigen Reychen, von wackeren Recken aus vielen Reychen und in würdiger Form wurden dann aus Rot-Schwarz-Gelb und aus Rot-Weiß das Blau-Weiß des Castrum Bonnense. Die Sassen unseres Reyches wussten beide Ritter freundschaftlcih aufzunehmen und ihren Verlust zu kompensieren. Besonders schwer waren die Verluste für Rt Lang the Lot(h), der nicht nur sein bisheriges Reych verlor, sondern auch endgültig sein "H" verlor. Nunmehr wird er als Rt Lang the Lot durchs Uhuversum wandern.

Castrum Bonnense jubelt hemmungslos!

Eine besondere Ahallafeyer

In der letzten Winterung hat Oho unser Reych verschont. Das war eine Gelegenheit für die Junkertafel eine ganz besondere Ahallafeyer zu gestalten. In unserem Ahallabuch ist Rt Demosthenes verzeichnet, der in Auschwitz ermordet wurde. Doch weder ein Bild noch genaue Daten waren vorhanden. Die Junkertafel konnte aber durch die Mithilfe der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus den genauen Lebenslauf und ein Bild beschaffen. Das Wappen des Ritters wurde von Jk Trutz neu gefertigt.

Rt Demosthenes, profan Hans Wollstein, wurde 1895 in Elberfeld geboren. Er wurde a.U. 63 (1922) als Kn. 47 aufgenommen und a.U. 65 zum Ritter geschlagen. Er war in den Jahrungen 67- 74 (1926-1933) Oberschlaraffe der Kunst und zuletzt des Innern.

Als hoch angesehener Rechtsanwalt in Bonn verband ihn eine innige Freundschaft mit dem bekannten Bonner Mathematik-Professor Felix Hausdorff. Er nahm sich mit seiner Frau und seiner Schwägerin das Leben, um der Ermordung zu entgehen.

Tief bewegend ist sein letzter Brief an Rt Demosthenes, der ihn vergeblich von diesem Weg abbringen wollte. Nicht nur dieser Brief, vorgetragen von Jk Arno und dem Kn 293 sondern auch der profane Lebenslauf von Rt Demosthenes, den die Knappen 292 und 293 nachzeichneten, waren erschütternd. Das Gedicht von Anette von Droste-Hülshoff „Die Unbesungenen“ trug Kn 294 vor. Rt Azur spielte auf dem Clavizmbel die Elegie von Rachmaninoff und Jk Trutz die Mondscheinsonate unseres ES Florestan.

Zum Abschluss folgte das Gedicht von Bertolt Brecht „An die Nachgeborenen“ vorgetragen von den Knappen 292, 293 und 294.

Besonders feierlich wurde von Rt Panta-los der Ehrenritt zum Ahallaschrein celebriert, wo das Bild dieses aufrechten Ritters für alle Zeiten aufbewahrt wird.

 

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