Schlaraffia
Castrum Bonnense (193)
 

Zwischen Oktober und April – in der "Winterung" – treffen sich die Schlaraffen meist wöchentlich in ihrer "Burg" , um im Rahmen ihres "Spiels" einen abwechslungsreichen Abend zu gestalten und zu erleben. Heiteres, Ernstes, auch Besinnliches wird in literarischen oder musikalischen Vorträgen dargeboten. Die Schlaraffen spotten, streiten, scherzen; die Worte fliegen hin und her. Politik, Religion und Geschäft bleiben jedoch außen vor.

Das schlaraffische Spiel verläuft nach festgeschriebenen Regeln, die farbenfrohe Rüstung mit Helm, Rittermantel und Schwert – aus Stoff bzw. Holz – erinnert an das mittelalterliche Rittertum. Ritternamen, "Tituln" und "Orden" aber auch die – von schlaraffischen Spezialausdrücken  durchsetzte – Sprache dienen dazu, den Alltag für die Dauer des Spiels vergessen zu machen.

Wer Interesse am phantasievollen Spiel der Schlaraffen hat, kann in einer "Pilger- und Prüflingszeit" herausfinden, ob er sich in dieses Spiel einbringen möchte. Zuerst wird er dann Knappe, wird später in den Junkerstand erhoben und schließlich – nach "strengen Prüfungen" – zum Ritter geschlagen.