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Unsere Burgen

Die  Burgen  des  hohen  Reyches  Castrum Bonnense
Vortrag beim Neujahrsempfang des Reyches  im Eismond a. U. 154
gefechst  von  Rt  Lädisförst

Schlaraffen  hört!          
Liebreizende  Burgfrauen und  weiterer  Schlaraffentross,
verehrte  Gäste,

             an  Hand  der  Burgen  unseres  Reychen  kann  man  gut  die  Entwicklung  Castrum  Bonnensens  nachvollziehen.  Dazu stellt sich  nun  die  Frage , wie  kommt  ein  Sasse  des  Reyches  dazu  nach  früheren  Burgen  zu  suchen?   Dazu  diese  Vorgeschichte:  

            Bei  Beratung  eines  Architekten,  der in seinem Haus in der Kaufmannstraße  38  Sanierungsarbeiten  vornehmen  wollte,  erzählte er  mir  von  der  Entstehung  des  Hauses,  das  der  Maler  und  Bildhauer  Karl  Menser  1907  für  sich  mit  Atelier  und  Wohnung erbauen  ließ.  Später  1929  ließ  er  auf  dem  Grundstück Kaufmannstraße  36  ein  größeres  Atelier bauen.  Als  10-jähriger  Bub  bewarf  der  Architekt  mit  seinem Spielkameraden  eine  große  Figur,  die  im  Vorgarten  dieses  Grundstücks  stand,  mit  Schneebällen  und  beschädigten  sie.  Streit  mit  dem  Nachbarn  war  vorprogrammiert.  Die  Statue  stellte  eine  Eule  dar  und  die  Nachbarn  waren  nach  Meinung  des  Architekten  eine  ganz  komische  Gesellschaft die  allwöchentlich  dort ihre  Versammlungen  abhielten.     

             Das  machte  mich  hellhörig  und  ich suchte  das  Gespräch  mit  der  Hauseigentümerin  dieser   Immobilie,  die  dabei  war,  die  Seele  ihres  Hauses  zu  ergründen.  Wir durchstöberten diealten Unterlagen, die  bei  ihr  vorlagen.                                                                                                                                                                                     
             Dabei   fand  ich  eindeutige  Hinweise  darauf,  dass  in  diesem  Hause  Sippungen  von  Schlaraffen  stattgefunden  haben  musste.  

             Damit war  meine  Neugier  geweckt  und  ich  versuchte  die Geschichte  dieser Burg  und  anderer  Burgen  unseres  Reychen  zu  erforschen.  Dabei  waren  mir  Unterlagen  und  Dokumente  aus  dem  von  Rt  Drey  verwalteten  Archiv  besonders  hilfreich.

            Und  hier  die  bisherigen  Ergebnisse  meiner  Nachforschungen:

            Fahrende Schlaraffen  im  Bonner  Raum  trafen  sich  im  Jahre  a. U. 54  (1913)  im  historischen  Hotel  Rheineck - heute  nicht  mehr  bestehend  -  am  Brassertufer in  Bonn,   mit  der  Absicht,  in  Bonn  ein  Schlaraffenreych  zu gründen.  Hauptinitiator  war   Rt  Sandöhrchen  Edler  von der  Dynastie,  fahrend  aus  d. h. R.  Turicensis (19).  Die  beteiligten  Männer  waren  Mitglieder  des  Westerwalsvereins  und  des  Kegelclubs “Die  lustigen  Zwölfer“.  


C 5CUsers5CBRO415CAppData5CLocal5CTemp5Cmsohtml15C015Cclip image002Hotel Rheineck  am Brassertufer
mit  historischer  Rheinbrückeum a. U. 61  (1920)              











        


                                     

 Rathaus  a. U. 45 (1904)

Später traf  man  sich  dann  im  Hotel  Goldener  Stern, heute Sternhotel. Dort  gesellten sich Mitglieder der Künstlergesellschaft  “Die  Runde“  (Rt  Prima Vista)  hinzu.

            Nach  der  im  Eismond  a. U. 55  (1914)  auf  dem  Drachenfels  beschlossenen  Gründung  des  Schlaraffenreyches  Castrum  Bonnense fanden  die  ersten  Sippungen  in  der  Gangolfstraße  8  statt,  heute  Puppenkönig,  damals  ein  Kaffee  mit  einem  großen  besonderen  Gästeraum.  Das  Bauwerk  wurde  von  Architekt Wilhelm Bungarten  entworfen  und  1910  errichtet. Er  war  Erzschlaraffe  unseres Reyches  genannt  Rt  Aegir der  historische Festfimmel, zusammen  mit  Rt  Sandörchen  Edler von der  Dynastie  und  Rt  Prima Vista der  Neugeborene.  Diese  Burg,  genannt  Drachenburg, war  für  fünf  Jahrungen  angemietet,  also  von  a. U. 55 (1914)  bis  a. U. 60.  Diese Zeit wurde nicht voll ausgenutzt .               

 






Bereits  a. U. 59 (1918) bezog  man  eine  Burg, genannt Heimdankburg 
im Kronprinzenhof Bahnhofstraße  2.  Zugang zur Burg von der  St. Clara-Bastei  her,  der Seitenstraße zur Bahnhofstraße.  Im Krieg später vollständig abgerissen. Bahnhofstaraße Ecke St. Clara-Bastei  (Markierung)  heute Parkplatzgelände.

                                                                                                                     
Das  nachfolgende  Bild  vom  Rittersaal  ist  datiert  a. U. 71 (1930) muss also von dieser Burg sein.


















Rittersaal Bahnhoftrasse  42

            A. U. 72  (1931) bezog  das  Reych dann die Drachenburg in der  Kaufmannstrasse 36. Und hier  spielen wieder persönliche  Beziehungen eine Rolle.

Rt Aegir, Architekt  Bungarten,  erbaute  1907 für den Maler und  Bildhauer Karl Menser  das Haus Kaufmannstraße 38  mit Atelier und Wohnung.  Lt. Denkschrift zu Karl Menser  genannt „Der rheinische Plastiker“ pflegte der  besonderen Umgang mit geistig angeregten Menschen. Das könnten doch Schlaraffen gewesen sein. 

    Und  hier  müssen  enge  Bindungen  der  Familie  Menser zu den Rtt Aegir,  Kapitälchen vom  Venusberg und Hui-Wäller allemol bestanden haben.  Da  das  Atelier in der Kaufmannstraße 38 dem Bildhauer Karl Menser zu klein wurde, ließ er von Rt Kapitälchen 

Arch. Carl Edler auf dem Nachbargrundstück Kaufmannstraße 36 ein neues Atelier bauen.  Leider  konnte Karl Menser das neue Atelier nur kurze Zeit  nutzen da er 1929 verstarb . 

            Die  Bindungen der Schlaraffen zu Frau Menser  hatten wohl Bestand,  so dass Rt Hui-Wäller das Atelier  dem Reych als neue Burg vermitteln konnte.

Das  obenstehend  abgebildete Gebäude muss man sich  halb so hoch vorstellen. Im Untergeschoss befanden  sich alle Nebenräume, also auch die spätere Vorburg,  darüber über sie gesamte Grundfläche reichend das Atelier, später Rittersaal.

           

Übrigens: Unser Rt Steinpoet, Jacobus Linden, war Schüler von Karl Menser und hat viel mit  ihm zusammengearbeitet.  Die Rostra auf der ich hier stehe, wurde von Rt Steinpoet für das Reych  geschaffen.  Nicht zu verstehen ist, warum die Stadt Bonn diese beiden großem Künstler in Vergessenheit geraten lässt.

            Das  Atelier  Kaufmannstraße  36 wurde nach Anmietung  von Rt Kapitälchen
zum Rittersaal ausgebaut und entsprechend ausgestattet. Diese Burg wurde bis  zur  Zwangsauflösung unseres  Reyches  durch  das  nationalsozialistische Regime im Hornung  a. U. 78 (1937) genutzt. 
                                                                                                                        
               Schon  am  10.  im  Eismond a. U. 86 (1945), also kurz nach Beendigung des zweiten  Weltkrieges  wurde die Wiedergründung unseres Reyches beantragt und man nutze ab 13. im  Heumond  a. U. 87 (1946)  die Kegelbahn im Bürgerverein als Burg. Das Gebäude wurde inzwischen  abgerissen, heute Hotel Bristol mit dem heute hier anwesenden Direktor, unserem Freund Rt G-Astro-Gnom.



            Die Kegelbahn  war sicher sehr schlecht geeignet für Sippungen, man fand durch die Vermittlungen des ER Silvanus schon ein halbes Jahr später am 10.02. a. U. 87 (1946) eine Notburg in der Herz’schen Privatklinik, Kreuzbergweg 4, einen beheizbaren Gemeinschaftraum, der als Silvanusburg genutzt wurde. Ob dieses Gebäude im Krieg zerstört oder später abgerissen wurde, konnte ich bei  meinen Erkundungen nicht feststellen. Heute bestehen auf diesem Grundstück Kreuzbergweg 6 bis 8-geschossige Mehrfamilienhäuser. Die Klinik war wohl keine ideale Lösung für eine Schlaraffenburg. Das Reych bemühte sich schon bald um eine neue Burg.
                                                                                        


Eine Möglichkeit wurde  ihm  von 
Rt  Colonius, Inhaber des Cöllen-verlages angeboten.  Heinz Coellen
war mit seinem Verlag und der  Druckerei in die ehemalige Kaserne  Ecke Rheindorger

Innenansicht Burg Drususstraße Straße

Rosental  und Drususstraße gezogen. Er bot dem Reych an, das Dachgeschoss über der Reit- und Wagenhalle Ecke Drususstraße / Rosental zu einer Burg auszubauen. 


Dies geschah unter der Leitung von Arch. Hans Stumpf, Jk Hans, der danach seinen Ritternamen  Burgfex erhielt. Bezogen werden konnte die Burg,  jetzt Florestanburg genannt, a. U. 88 (1947).  

            Durch erfreulichen Mitgliederzuwachs wurde die Burg im Cöllenverlag (heute in Bonn-Buschdorf)  zu klein, und man suchte eine neue Burg.  Nach langem Hin und Her fand sich durch die außerordentliche Großzügigkeit unseres Rt Kapitälchen eine Möglichkeit.  Er schenkte dem Reych das  Grundstück Schedestraße 17 / Ecke Kaiserstraße.  Dank seiner guten Beziehungen zum Bauordnungsamt  als einer der seinerzeit anerkanntesten und angesehensten Architekten wurde ihm gestattet wegen der  hohen Anliegerkosten bei zwei Straßenfronten bei einem Eckgrundstück entgegen der im Bebauungsplan  festgelegten bebaubaren Fläche das Grundstück 100%-ig, also ohne eine Hoffläche, zu bebauen. 

            Daher wurde der Bau unseres herrlichen Rittersaales, in dem wir uns hier befinden, möglich.  

            Die Entwurfzeichnungen zu dieser Burg, ebenso zu dem Ausbau des Dachgeschosses im Cöllenverlag  stammen sicherlich von Rt Kapitälchen.  Genau lässt sich das nicht sagen, da sie ohne Unterschrift sind.  Die Darstellung ist aber genau gleich. Die Entwürfe zu dem Ahallaschrein, dem Burgverlies und der  Schwerterleiste stammen eindeutig von Rt  von Blitzewitz. 

            Über die vielen Hilfen beim Bau der eigenen Burg zu referieren würde den jetzigen Zeitrahmen  sprengen. Heute nur so viel: Die eigene Burg wurde am 2. im Lethemond a. U. 95 (1954) feierlich  eingeweiht. 

              Sie ist die siebte Burg unseres Reyches, die Glückszahl 7. Ich wünsche uns, dass das Glück  für uns und unser Reych auf Dauer und immerdar anhält und wir noch viele erlebnisreiche, frohe,  natürlich aber auch ernste Stunden hier in unserer Florestanburg erleben werden. Möge ebenfalls das  hohe Ansehen, das das Reych sich im Uhuversum erworben hat, auf immer Bestand haben.

Zu  bemerken  ist  noch:   
a. U. 55  (1914) – a. U. 155  (2014)   100 Jahrungen Castrum Bonnense             
a. U. 95  (1954) – a. U. 155  (2014)     60 Jahrungen Florestanburg