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Neujahrsempfang a. U. 158


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Schlaraffia Castrum Bonnense
Das Florestanreych (193)

 

Schlaraffen hört!

Protokoll zum Neujahrsempfang 158
des allzeyt fröhlichen Reyches

Castrum Bonnense
am 15. (So) im Eismond a. U. 158 (15.  Januar  2017)
in  der  Florestanburg – Glock 11°° des Vormittags


 
Das  Reych,  also Rt Sürprise als Kantzler hat alle Freunde zum Neujahrsempfang eingeladen, bei dem die Jahrung 158 begrüßt  werden sollte.  Und die Freunde strömten, größtenteils begleitet von ihren  überaus liebreizenden Burgfrauen. Bei Ankunft in der Vorburg wurden die  Ankömmlinge schnell von den eifrig arbeitenden Helfern der drei in der  Küche werkelden Meisterköche unseres Reyches vertrieben, und fanden  einen festlich ausgestalteten Rittersaal mit vielen mit Hussen bekleideten  Stehtischen und Sitzmöglichkeiten für ältere Besucher vor. Rundum an  den Wänden waren Bilder mit den unterschiedlichsten Darstellungen  angebracht.   

C 5CUsers5CBRO41 MIR5CAppData5CLocal5CTemp5Cmsohtmlclip15C015Cclip image003 Dies alles hatte die  Junkertafel bereits am Freitag zuvor mit Rt Heart-Rath und mit Hilfe des Party-Services Haunhorst (Rt Forcola) geschaffen. 

So konnte gleich die richtige Stimmung zum Einstieg in das neue Jahr  aufkommen. Das zeigte sich besonders bei den teils stürmischen Begrüßungs-Szenen vor allem mit den Burgfrauen und Burgwonnen. Zu dem inzwischen sechsten Neujahrsempfang waren 82 Personen von den 84, die sich per Doodle angemeldet hatten und weiteren 13, die sich nicht angemeldet hatten, also insgesamt 95 Personen und 2 Söhne erschienen. 


C 5CUsers5CBRO41 MIR5CAppData5CLocal5CTemp5Cmsohtmlclip15C015Cclip image005 Bild: Jutta Roth “Schwesternebel“

Diese wurden von den Freunden der Junkertafel mit beliebigen Getränken begrüßt und bewirtet, von der Schaumlethe bis zur Froschlethe.

Bei  der Vielzahl der  Anwesenden hatte Rt Für es sehr schwer, sich  Ruhe für seine Begrüßungsrede zu verschaffen, was ihm erst Glock 11  und 15 Minutungen mit Hilfe von lauten Tamtamschlägen und einiger beflissener Rittern gelang.  

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Rt Für fragt: Ist unser Neujahrsempfang Tradition oder Brauchtum? Sei es, wie es sei, erfreulich ist die Entwicklung, die die Veranstaltung mit den Ideale der Schlaraffia genommen hat. 

Die Freundschaft behandeln wir demnächst, und den Humor, über den  hatten wir  letzten Freitag heftige Diskussionen, und zwar über den  fadenscheinigen. Den wollen wir heute außen vor lassen, also verbleibt  die Kunst. Hierzu erwarten wir heute gewaltige Beiträge in Wort und Ton.  Rt Heart-Rah kam auf die Idee, der bildenden Kunst einen Rahmen zu  geben. Und so werden uns heute der Knappe 289, Trutz Ludwig, Frau Jutta Roth, Burgfrau unseres Junkers Herbert (Kositz), und der Ritter  Konkret Näheres zu ihren Arbeiten sagen. 

Sie wurden gebeten nicht über 15 Minutungen zu sprechen. Es wird sich  zeigen, in wie weit die Künstler sich an das für den heutigen Neujahrsempfang festgelegten Motto, das die Anwesenden auf den ausliegenden Speisezetteln lesen konnten, halten werden.

Dieses  Motto  lautet:

Arabische Mezze - „1001 Nacht“


Vorher aber hören wir dem Florestanreych gerecht werdend einen  musikalischen Vortrag, die Interpreten stehen auf der Treppe bereit.  Schauen wir, was auf der Treppe vorbereitet wurde – sie werden sich  sicher an das Motto halten.

Rt Belmont erscheint mit seiner Burgfrau in Araberkostümen und begeben sich ans Clavicimbel. Rt Belmont singt, begleitet von seiner Burgfrau das Lied „Salome". In diesem, von Arthur Rebner verfassten, Lied, Musik von Robert Stolz, erzählt er die gesamte Geschichte von Salome, der Tochter von Herodes, bei dem der Refrain “Salome, schönste Blume des Morgenlades“ von einem "Araberchor" gesungen wird.

Bei dem Refrain der zweiten Strophe fiel bei dem großartigen Spiel von Bgfr Belmont und dem wunderbaren Gesang von Rt Belmont ergab sich so ein klangvoller Vortrag.

Dann kamen unsere Maler und die Malerin zu Wort.


Zunächst spricht Knappe 289, Trutz Ludwig, zu seinen Werken. Er bezeichnet sich als Nüchterner Romantiker, dessen Gemälde dem  Anschauenden gefallen sollen. Er fotografiert, zeichnet in Aquarell und Akryl und fertigt Bleistiftzeichnungen an.

Dann berichtet er, eine Mutter sagte zu ihrem Kind: „Schau mal, da ist ein Künstler“ - als sie ihn am Straßenrand mit der Staffelel sahen. Er hatte sich bis dahin gar nicht als Künstler verstanden, mit  Schlipps und Kragen. Ein Künstler trägt doch einen Schal! Und bei der Suche hat ihm die Burgfrau Lädisförst geholfen. Sie hat ihn  beraten und ihm einen Seidenschal verkauft, den er dann in der Mitte  auseinadergeschnitten hat, jetzt hatte er sogar zwei. 

Und nun komme das Wichtigste, nämlich zum Schluss zu kommen. 
 
Jetzt erzählt Frau Jutta Roth aus ihrem Leben. Sie ist Spross einer Künstlerfamilie und hat schon viele Ausstellungen gehabt. Da die Eltern  meinten, ich solle etwas Anständiges lernen, studierte ich etwas  Pädagogik und Jura und bin beim Bundesamt für Naturschutz gelandet.   Was mein Leben als wichtigster Motor begleitet ist letztendlich aber doch  die Kunst, besonders die Malerei. Zur Zeit arbeite ich hauptsächlich an  Frauenportraits in Acryl und  Acryl-Mischtechnik.  
                                      
"Ich wurde einmal gefragt, warum malen Sie nur Frauen?" Ich bin selber eine Frau, warum sollte ich nicht prädestiniert sein,  Frauen zu malen! Malerei ist Kommunikation, ein Gespräch mit dem  Betrachter. Meine Bilder spiegeln meine innere Wirklichkeit wider, sie  lachen, weinen, sprechen, möchten zur Tiefe anregen und die Seele  berühren. Der Anfang eines Bildes ist oft  schwierig, dann entwickelt sich  eine mystische  Eigendynamik und der schwierigste Teil ist das Loslassen.


Dann  erklärt sie ihr Bild „Schwesternebel“, welches zum Thema  „Im  Fluss der Zeit“ 2015 entstanden ist.   
  

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Wir befinden uns in ständiger Veränderung. Das Foto meiner  Ahnen als Symbol der Vergangenheit, das Portrait Stellvertreter für die  Gegenwart und das goldene Vlies stellt die Zukunft dar. Eingebettet in  das Ganze ein eigenes Gesicht.


"Schwesternebel" weint in die Spuren meines Gestern, Abschied und nahe Bäume flüchten stolz vorbei, in die Erinnerung schlaf ich ein, verloren in Sonnen, die träumen unter dem Schatten des Schattens von kristallroten Worten, geboren aus dem Nichts von vergänglichen Silben auf Suche nach Aschen der Zeit und Zeiten die Liebe.


Rt Konkret  der  Expressive ist profan Manfred Meißner. Sein Rittername umfasst alle Kunstrichtungen, den Impressionismus bis zur Jetztzeit. So konnte er als Maler sich in die Geschichten des Sultans Scheherban implizieren, der  durch die Märchen von Scheherazade von seinem Tötungswahnsinn der ganzen Welt gegenüber geheilt wurde. Seine  untreue  Frau hatte ihn dazu getrieben. “Im Harem sitzen heulend die Eunuchen,die  Lieblingsfrau gebar dem Sultan einen Sohn, obwohl er schon ein ganzes Jahr verreist  war“,  Rt Konkret musste zu seinem Schutz der Stimmung des  Sultans entsprechende Bilder malen, in Öl, Aquarell, Kreide, Akryl und weiteren Malmitteln, die Abstraktes und Reales  darstellten.

Als der Sultan von ihm ein Bild forderte, das nie schief hängt, malte er ein rundes Bild. Aber auf dem durften keine Bäume  oder Häuser dargestellt werden, sonst stünden diese auch schief. Es wurde daher ein Bild mit konkreten, also irrealen  Darstellungen. 

Und damit war die konkrete Rundumharmonie geboren.

Rt Konkret präsentierte dem Sultan auch eine künstlerischeUnmöglichkeit. Es sind mit Kreide  kolorierte Zeichnungen von kleinsten Wassermengen, die am Strand nach dem Rückgang der Flut aus dem Sand herausquellen. Diese  schauen sehr irreal (konkret) aus, sind aber real. 

So wurde der Sultan nach 1001 Märchen und durch die Malereien von  Rt Konkret von der weltumfassendenden  Mordbesessenheit geheilt. Zu den so wirksamen Bildern gehörte auch das schöne Aquarell der Burg Thurant. 


Rt Für dankt den Künstlern für ihre Ausführungen, sie hätten ihre Zielvorgaben exakt eingehalten. Wir haben drei Künstlker  der unterschiedlichsten Art erlebt.

In deren Bildern seien seiner Meinung nach aber die Farben blau und weiß zu wenig berücksichtigt. Er übergibt ihnen  daher auch zum Dank für ihre Vorträge je eine Tube mit blauer und mit weißer Ölfarbe.

Dann kündigt er  ein musikalisches Intermezzo an; Rt Belmont und seine Burgfrau spielen vierhändig auf dem Clavicimbel:

                    Persischer Marsch op. 289 (1864)

von Johann Strauss - Sohn.

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Im Hintergrund Frauenportrait von Jutta Roth

Ihr Spiel ist äußerst virtuos und von feurigem Temperament. Der begeisterte Beifall des Reyches will kein Ende nehmen.

Rt Für dankt den Akteuren für ihren großartigen Vortrag. Sodann weist er darauf hin, dass gleich das Buffett erröffnet werde.
  
Vorher berichtet er aber noch, dass der Schatzmeister am  Eingang zum Rittersaal eine Spendenbox aufgestellt habe, in der man mit einer Spende unseren Kochkünstlern für den Einkauf der Lebensmittel danken könne. Bei der Ausführung des  Einwurfschlitzes sei ihm leider ein Fehler unterlaufen, es passten nur Scheine und keine Münzen hindurch. "Also dankt unseren Köchen mit einer großzügigen Spende."

Anschließend berichtet er noch, dass Rt Heart-Rath - wie immer - eine Bilderserie zu dem Geschehen in unserem Reych in der Jahrung 157 zusammengestellt habe, die ab jetzt über den aufgestellten Bildschirm ablaufe. Dieser Bildschirm stammt aus dem  Wohnzimmer der Familie Belmont.     

 
Und jetzt hören wir von unseren Köchen eine Einführung in  das dem Motto entsprechend gestalteten Buffett:

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Rt Azur berichtet, dass jeder von ihnen 333 1/3 Nächte lang über die  Gestaltung des Buffetts nachgedacht hätte. Das war  gestern. Was sich hinter den komplizierten Namen der  angebotenen Gerichte verbirgt, wird nun Rt Forcola näher erklären.


Wir hören nun die Begriffe, die viele von uns schon auf dem ausliegenden Speisezettel gelesen haben, und was sich  dahinter verbirgt. Manche Begriffe sind so  ausgefallen, dass wir sie trotz Erklärung nicht verstehen und bei anderen Begriffen fragen wir uns, was ist z. Bsp. eine Fadenziege oder was macht man mit einem Gemüsestift und hoffentlich machen die Kichererbsen nicht zu viel Krach. Schwamm drüber, jetzt wird erst mal geschwelgt. 

Rt Stets-frech meint noch lautstark vom Thron, dass Schlaraffia sich weitgehend geändert habe. So hätte man vor 60 Jahrungen, dem Beginn seinesSchlaraffendaseins, viele der hier gezeigt Bilder mit den Darstellungen von Frauen in der Burg nicht aufhängen können, ohne dass vorher der Uhu verhängt worden wäre. 

Diese Meinung kann jeder einschätzen wie er will, wir widmen unsere Aufmerksamkeit jetzt erst einmal dem  reichhaltigen Buffett.

Inzwischen ist es Glock 12 und 15 Minutungen d. M.geworden. Durch den allgemeinen Aufbruch an das Buffett entsteht dort naturgemäß ein Stau. Schnell kommt es zu lebhaften Gesprächen mit dem Nachbarn, aber auch quer durch den Raum. Damit verbunden ist ein Schallpegel, der außergewöhnlich hoch ist.

Es wird schwer, sich selbst zu verstehen. Das tut der Freude an den Speisen aber keinen Abbruch. Es wird nach Herzenslust geschmaust, meist im Stehen, aber auch bequem sitzend, was die älteren Besucher gerne nutzen.

 Speisezettel
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Und hier kann man sich noch mal richtig Appetit holen:                                                                                    
 
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Auf dem großen Bildschirm lief die Bilderserie von Rt Heart-Rath ab. Die aber fand zunächst wenig Interesse, das Buffett nahm einen voll in Anspruch. Dann aber hat sich jeder gefragt, bin ich auch auf einem Bild zu sehen? Dank  der besonderen Geschicklichkeit von  Rt Percheron wurde  der Ablauf der Reihe nach Ende neu gestartet.

                       
Hauptüberschrift Imagination   157       Unterabschnitte
Rittertafel    Burgfrauen
Atzung und Labung
Junkertafel  Ehrungen Musici
Einritte   Paare Rostrabilder
vor dem Thron


Rt Heart-Rath zeigt in seiner Bildserie überdeutlich, wie das Leben in unserem Reych pulsiert, wie Freundschaften gepflegt und ein bedingungsloses Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander im Reych, zu vielen anderen Reychen aber auch zu den Burgfrauen besteht.

Der Neujahrsempfang a. U. 158 war wieder eine beeindruckende Veranstaltung unseres Reyches, deren Qualität von allen Seiten uneingeschränkt gelobt wurde. Castrum Bonnense ist und bleibt ein ganz besonderes Reych.



                                           gefechst im Eismond + Hornung a. U. 158

                                                                 Ritter Lädisförst
                                              Erbreychsmarschall u. Erbprotokollant